Vg bild kunst museum Vertrag

Die Bundesregierung verhandelt derzeit über den Kauf des Hamburger Bahnhofs in Berlin, nachdem der Eigentümer des Museums, ein österreichischer Immobilieninvestor, angekündigt hatte, den Pachtvertrag für den Erweiterungsbau des Museums zu beenden und abzureißen, um Platz für neue Bürogebäude zu schaffen. Der Hamburger Bahnhof wurde 1904 als Bahnhof erbaut und 1904 als Ausstellungshalle umfunktioniert. Nachdem das Gebäude im Krieg schwere Schäden erlitten hatte, lag es jahrzehntelang ungenutzt im Niemandsland zwischen Ost- und West-Berlin. Es wurde 1996 als Museum für zeitgenössische Kunst eröffnet. Die aktuelle Schau ist ein riesiges, spektakuläres Gemälde von Katharina Grosse. Es bedeckt die Böden und Wände des Hauptsaals des Museums, erstreckt sich über den Innenhof dahinter und wird über die Fassade der Rieckhallen gespritzt. Die gleiche Strategie verfolgt man nach 1991 in den gestrickten Bildern, die wie minimalistische Skulpturen an der Wand hängen. Die Künstlerin entzieht sich einer dem Alltag der Frauen entlehnten Requisite ihrer traditionellen Funktion. Wie das Wollmaterial in den gestrickten Bildern – ideologisch als „typisch weiblich“ belastet – weichen auch Elektroherdbrenner von ihren banalen Konnotationen von Häuslichkeit oder Handwerk ab. Als weibliches Gegenstück zu Marcel Duchamps maskulinem Urinal – industriell hergestellt, ohne Künstlerhand – finden die gestrickten Bilder und Ofenbrenner ihren Weg ins Museum als kunstdefinierte Werkstücke. Seit den späten 1990er Jahren ist Grosse weithin bekannt für ihre Malinterventionen über unpassende Flächen in Freiflächen, Bürogebäuden und Bahnhöfen sowie Fassaden und Innenräume von Galerien, Museumshallen, Sammlerhäusern und sogar ihrem eigenen Schlafzimmer. Die Künstlerin, die sowohl die Grenzen einer Leinwandstütze als auch die Einschränkung des Pinsels auflöst, greift mit einer Sprühpistole an Orte, die außerhalb der Reichweite des Körpers liegen, und schafft komplexe Systeme von rohen Farben und Objekten als visuelle Spuren, wo ihre körperlosen Gesten stattfanden. Das Museum gehört der österreichischen Immobiliengesellschaft CA Immo.

Ein Sprecher des Kulturministeriums schrieb in einer E-Mail, die Kaufverhandlungen zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) und der CA Immo seien „auf dem richtigen Weg“. Langfristig plant die Regierung, das Museum zu sanieren und einen neuen Anbau zu bauen. Ca Immo plant, den bestehenden Anbau, die Rieckhallen, abzureißen, nachdem der Mietvertrag im September 2021 ausläuft. Der geplante Abriss veranlasste den Sammler Friedrich Christian Flick, die Leihgabe seiner Sammlung an die Berliner Landesmuseen, die den Hamburger Bahnhof beaufsichtigt, zu beenden. Sollte die BIMA das Hauptgebäude des Museums erfolgreich erwerben, würde sie es an die Berliner Museumsbehörde vermieten, sagte der Sprecher des Kulturministeriums. Einen „zuverlässigen Zeitplan oder Finanzplan“ für eine neue Erweiterung als Ersatz für die Rieckhallen gibt es noch nicht. Das Landesmuseum Berlinische Galerie und seine Ausstellung Lotte Laserstein bleiben wegen Strukturanalysen bis mindestens 15. Mai geschlossen. Im Jüdischen Museum hat Direktor Peter Schäfer seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, um Pläne wie das Kindermuseum zu vervollständigen. Das Museum der europäischen Kulturen in Dahlem feiert sein 20-jähriges Bestehen mit einer Blockparty am 12.

Mai ab 14 Uhr. Berlins Kunstszene ist Weltklasse. Hier bei tip Berlin wissen wir, was in den Museen, Galerien und versteckten kleinen Kunsträumen unserer Stadt vor sich geht. Diese Woche: Nachrichten aus dem Jüdischen Museum, Auszeichnungen für unabhängige Kunsträume und Berliner, die auf der Biennale in Venedig ausstellen. Das Gebiet um das Museum, in der Nähe des Hauptbahnhofs und im Zentrum der Stadt, ist Teil eines Entwicklungsprojekts, das als Europacity bekannt ist.

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